martes, 28 de noviembre de 2017

KUNST


Benns Graffitis

Schau in Bens Welt

Der zwölfjährige Ben lebt mit seinem Bruder und seinen Eltern in Frankfurt am Main. Seine große Leidenschaft ist das Malen von Graffitis. Fast täglich zeichnet Ben neue Entwürfe in sein Sketch-Book und steht mindestens ein Mal in der Woche an einer legalen Wand, um mit Sprühdosen ein Bild zu malen. Das ist umso erstaunlicher, weil er früher das Malen und Zeichnen nicht mochte.
Jeden Mittwoch besucht Ben ein offenes Angebot in dem Jugendzentrum Naxoxhalle in Frankfurt Bornheim. Dort kann er sich mit anderen Malern austauschen, die meist viel älter sind als er. In der Halle wird gezeichnet und die Entwürfe diskutiert und besprochen. Auf dem Außengelände stehen Holzwände zur Verfügung auf die jeder sprühen kann. Das Angebot nimmt Ben gerne an, denn in einer Stadt wie Frankfurt sind die legalen Wände, die für Graffitis freigegeben sind, rar gesät.
Seit gut einem Jahr gibt es immerhin mit dem Ratswegkreisel ein großes Straßenkreuz mit Unterführungen, das für Graffitis freigeben wurde. Hier hat Ben mit seinem Bruder und Freunden auch schon gemalt. In dieser s genannten "Hall of Fame" malen aber auch viele bekannte Graffiti-Künstler. Und der Respekt vor deren Fertigkeiten verbietet es, mit weniger guten Bildern drüber zu malen. Dies ist ein ungeschriebenes Gesetz in der Szene.

Ben trifft sich daher mit seinem Bruder und Freunden am Wochenende häufiger in Bad Vilbel, einem Vorort von Frankfurt. Dort gibt es mehrere legale Wände und hier finden sie in der Regel immer eine Wand, auf der sie malen können. Grundsätzlich sind Graffitis eine temporäre Kunst und jeder Maler muss damit rechnen, dass sein Bild nicht länger als eine Woche bestehen bleibt. Deshalb ist es auch so wichtig, von jedem fertigen Bild direkt ein Belegfoto zu machen.     
Das Zusammentreffen mit einem der besten Graffiti-Künstler Deutschlands, CANTWO in der Naxoxhalle in diesem Frühjahr ermutigt Ben, sich zum ersten Mal bei einem Graffiti-Festival zu bewerben. An diesem Nachmittag konnte er neben seinem Vorbild malen und hat von ihm einige gute Tipps bekommen.  Als er schließlich die Zusage bekommt, auf der Mai-Jam in Kassel zu malen, beginnt für ihn eine intensive Vorbereitungszeit und am Ende steht ein aufregender Festivaltag mit einem gelungenen Graffiti.